Auf dieser Internetseite finden Sie Inhalte über Prof. Dr. Wolfgang Schuster bis zum 5. Januar 2013. Er wurde an diesem Tag nach 16 Jahren offiziell als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart verabschiedet. Er ist ab sofort erreichbar im Institut für nachhaltige Entwicklung, Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart, E-Mail: info@i-nse.org

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04.Juli2011 

04.07.2011Weltkongress "Cities for Mobility" im Rathaus

Zum fünften Mal kommen Verkehrsexperten aus aller Welt nach Stuttgart. Anlässlich des Weltkongresses von "Cities for Mobility" werden von Sonntag, 3., bis Dienstag, 5. Juli, im Rathaus der Landeshauptstadt rund 350 Politiker, Verwaltungsfachleute und Wissenschaftler aus über 40 Ländern erwartet. Die Veranstaltung gehört zum Programm des Automobilsommers 2011 und wird von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster eröffnet.

OB Schuster Cities for Mobility Thema ist in diesem Jahr "Mobilität und Sozialer Raum". So wird beispielsweise darüber diskutiert, wie sich das wachsende Bedürfnis der Menschen nach Mobilität mit der Lebensqualität in Städten vereinbaren lässt. Als Redner spricht unter anderem Federico Casalegno vom Massachussettes Institute of Technology (MIT).

Urbane Mobilität als Schlüssel für die soziale Entwicklung

Vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern ist die urbane Mobilität ein Schlüssel für die soziale Entwicklung. OB Wolfgang Schuster: "Als Gewinner der Globalisierung hat die Stadt Stuttgart die Verantwortung, die Situation der Menschen dort spürbar zu verbessern. Deshalb liegt ein besonderer Schwerpunkt von 'Cities for Mobility' auf der Zusammenarbeit mit Städten in Entwicklungsländern." So bringt das Netzwerk beispielsweise Experten für Rad- und Fußverkehr und umweltfreundliche Bussysteme zusammen. Es unterstützt die Kooperation von Entwicklungsländern untereinander, die ihre Erfahrungen auf andere Städte übertragen wollen.

Preise für besondere Leistungen auf dem Gebiet der urbanen Mobilität

In diesem Jahr werden während des Kongresses erstmals Preise für besondere Leistungen auf dem Gebiet der urbanen Mobilität vergeben. Gewinner sind die Stadt Medellín in Kolumbien und das Projekt "Movilization". Eine Seilbahn ermöglicht den Bewohnern der Armenviertel den Aufstieg in andere Stadtbezirke. Diese Form des öffentlichen Nahverkehrs wird seit über 30 Jahren in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern der Stadt konzipiert. Medellín ist dadurch sicherer geworden, an den Haltestellen der Seilbahn wurden Schulen, öffentliche Bibliotheken und Versammlungsplätze eingerichtet.

Städtenetzwerk als Instrument der Wirtschaftsförderung

"Cities for Mobility" bezieht sich zudem in hohem Maße auf die "Marke Stuttgart" als Automobilstandort und Kompetenzzentrum für nachhaltige Mobilität. "Das ist auch im Wettbewerb um Investoren und Fachkräfte ein wichtiger Faktor. Das Städtenetzwerk wird so ein Instrument der Wirtschaftsförderung und des Standortmarketings, von dem auch die beteiligten Mitarbeiter der Städte profitieren. Sie können ihr fachspezifisches Wissen erweitern und neue Erkenntnisse in ihre Arbeit einfließen lassen", so Dr. Wolfgang Schuster. Mit Städten wie Porto Alegre in Brasilien, einer der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2014, sowie der koreanischen Metropole Ulsan, dem Sitz des Autoherstellers Hyundai, wurden Abkommen zur Kooperation geschlossen. Daraus ergeben sich für Firmen aus Stuttgart und der Region große Chancen zum Ausbau ihrer Kontakte mit Partnern in aller Welt. Aus diesem Grund ist das als reines Städtenetzwerk gestartete "Cities for Mobility" bei Firmen zunehmend beliebt. Von 600 Mitgliedern sind derzeit über die Hälfte Firmen und Nicht-Regierungsorganisationen.

Zu Fuß - die gesündeste und umweltfreundlichste Form der Mobilität

Nach wie vor die gesündeste und umweltfreundlichste Form der Mobilität ist zu Fuß zu gehen. Wie wichtig der "Fußverkehr" für die Wirtschaft, das Klima und das soziale Miteinander in der Stadt ist, wird beim Kongress Daniel Sauter vom "Fußverkehr Schweiz" erläutern. Er bringt außerdem die Internationale Fußgängercharta mit, die von Walk 21, der Weltorganisation der Fußgänger, verfasst wurde. OB Wolfgang Schuster wird sie während der Plenarsitzung des Kongresses unterschreiben.

"Cities for Mobility" entstand 2006 auf Initiative Schusters. Mittlerweile engagieren sich in dem Netzwerk 600 Mitglieder aus 82 Staaten, darunter sind Megastädte und Dörfer, Weltmarktführer, Universitäten, Verbände und Vereine.

Unterstützt wird der Kongress von der Daimler AG, Porsche AG, Bosch GmbH, Energie Baden-Württemberg EnBW, Siemens AG, Stuttgarter Straßenbahnen AG, Deutsche Bahn AG, Fichtner GmbH & Co. KG sowie Ernst & Young.

Internationale Partner (Ideelle Unterstützer) sind neben dem Weltverband der öffentlichen Verkehrsunternehmen (UITP) das Klimabündnis, das Institut pour la Ville en Mouvement in Paris, der Weltstädteverband United Cities and Local Governments (UCLG), das Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen (UN-HABITAT), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das Urban Land Institute (ULI) und der Weltverband der Stadtplaner ISOCARP.

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